Umfrage unter 12.000 VW-Kunden zeigt massive Enttäuschung

Drei von vier Kunden werden in Zukunft keinen VW mehr kaufen

Anfang Mai haben wir unsere mehr als 25.000 Kläger zu VW und dem Abgasskandal befragt. Allein die Antwortquote von fast 50 Prozent unterstreicht, wie sehr der Abgasskandal und das damit einher gehende Unrecht von VW die Betroffenen beschäftigt. Über 12.000 Kläger haben sich an der Umfrage beteiligt. Und das Ergebnis ist eindeutig: Fast alle Befragten sind von dem Verhalten von VW sehr enttäuscht (89,6 %) oder etwas enttäuscht (9,8 %). Nahezu alle Befragten (98,3 %) wünschen sich zudem, dass VW für sein Verhalten zur Rechenschaft gezogen wird und die Betroffenen Schadensersatz erhalten (99,5 %).

Der Abgasskandal hat massive Auswirkungen auf die langfristige Reputation von VW – auch wenn sich dieses noch nicht in den aktuellen Geschäftszahlen niederschlägt. Denn laut Umfrage werden sich drei von vier VW-Kunden (74,5 %) kein Fahrzeug des VW-Konzerns mehr anschaffen. Damit ist der Abgasskandal noch lange nicht abgehakt, auch wenn das VW-Management nicht müde wird, dies zu betonen. Denn 97,3 % der Befragten sind mit dem Verhalten von VW im Abgasskandal generell unzufrieden. 61,7 % heben hervor, dass sie insbesondere mit dem Informationsmanagement des VW Konzerns sehr unzufrieden sind.

VW-Kunden massiv verunsichert und unter Druck gesetzt

Besonders kritisch sehen viele Betroffene das von VW als vermeintliche Lösung angebotene Softwareupdate. 55,7 % der Befragten gaben an, dass sie sich bezüglich der Durchführung des Updates von VW unter Druck gesetzt fühlen und jeder Fünfte (20,6 %) wurde laut Umfrage sogar zu dem Update gedrängt. Dieses Misstrauen der Verbraucher gegenüber dem Softwareupdate hat seine Berechtigung. Bis heute ist nicht klar, mit welchen Risiken für das Fahrzeug das Update verbunden ist. Zumindest ist VW bislang nicht bereit, eine Garantie zu übernehmen, dass sich das Update nicht negativ auf die Lebenszeit des Fahrzeuges auswirkt.

Jeder zweite der Befragten, die schon das Update durchgeführt haben gab zudem an, mit diesem unzufrieden zu sein. 56,5 Prozent bemerkten sogar Änderungen am Fahrverhalten ihres Fahrzeuges. Unter anderem: Probleme mit dem AGR-Ventil, Geringeres Drehmoment, Höherer Spritverbrauch, Ruckeln während der Fahrt, Probleme mit der Start/Stopp-Automatik, Probleme beim Beschleunigen/Überholen, Geringere Höchstgeschwindigkeit.

Wertverlust des Fahrzeuges befürchtet

Ferner befürchten 87,2 % aller Befragten einen generellen Wertverlust durch den Abgasskandal. 54 % beziffern diesen mit 2.000 Euro bis 5.000 Euro, 25,9 % gehen von einem Wertverlust von 5.000 Euro bis 10.000 Euro aus und 4,7 % glauben sogar, dass der Wertverlust über 10.000 Euro liegt. Bei einem kommenden Fahrverbot in Städten gehen 83,1 % davon aus, dass ihr Fahrzeug quasi wertlos wird. 41,2 % ängstigen sich zudem vor einer Stilllegung des Fahrzeuges durch den Gesetzgeber.

Die kompletten Ergebnisse der Umfrage können >>hier<< herunter geladen werden:

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