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Magazin Abgasskandal

Urteil um Urteil – Auto um Auto

Hamburg, den 23.03.2017


Peter Wagner (Name geändert) fährt einen VW Touran (2.0 l, TDI, Baujahr 2012). Im guten Glauben, dass sein Pkw wenig verbraucht und ein »sauberes« Fahrzeug ist, hatte er es zum Neupreis von 32.000 Euro erworben. Doch leider ist auch sein Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen. »Ich bin ein treuer VW-Kunde seit 25 Jahren. Ich bin ein überzeugter VW-Fahrer, nur das, was man jetzt mit den Kunden macht, ist einfach ein Verprellen. Ich wünsche mir, dass viel mehr Kunden wach werden«, so Wagner.

Peter Wagner (Name geändert) fährt einen VW Touran (2.0 l, TDI, Baujahr 2012). Im guten Glauben, dass sein Pkw wenig verbraucht und ein »sauberes« Fahrzeug ist, hatte er es zum Neupreis von 32.000 Euro erworben. Doch leider ist auch sein Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen. »Ich bin ein treuer VW-Kunde seit 25 Jahren. Ich bin ein überzeugter VW-Fahrer, nur das, was man jetzt mit den Kunden macht, ist einfach ein Verprellen. Ich wünsche mir, dass viel mehr Kunden wach werden«, so Wagner.

Seit drei Monaten versucht er das Fahrzeug zu verkaufen – jedoch vergeblich. Deshalb geht er jetzt gemeinsam mit myRight gegen den VW-Konzern vor und verlangt die Rücknahme des Wagens gegen Rückerstattung des Kaufpreises. Und die Chancen stehen gut!

Auch das neuste Urteil zeigt, dass die Tendenzen der Gerichte im Sinne des Verbrauchers sind. Das am Dienstag, den 21. März 2017, bekannt gewordene Urteil des Landgerichts Offenburg (3 O 77/16) ist – nachdem bereits im Januar das LG Regensburg einen Seat-Händler zur Nachlieferung verurteilt hatte – ein weiteres sehr verbraucherfreundliches Urteil: Das Autohaus muss ein einwandfreies fabrikneues typenidentisches Ersatzfahrzeug aus der aktuellen Serienproduktion mit identischer technischer Ausstattung liefern, gegen »Rückübereignung« des mangelhaften VW Tiguan. Der Kläger machte gegenüber seinem Autohaus Gewährleistungsansprüche geltend, noch bevor das von der Volkswagen AG entwickelte Softwareupdate durch das Kraftfahrt-Bundesamt freigegeben wurde.

Mit der Begründung, dass der Pkw wegen seines nicht den gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden Emissionsverhaltens und der unzulässigen Abschalteinrichtung mangelhaft gewesen sei, folgte das Gericht der Ansicht des Geschädigten. Das beklagte Autohaus könne sich auch nicht darauf berufen, so Landgerichtspräsident Christoph Reichert, dass die Kosten der Nachlieferung unverhältnismäßig seien. Zum Zeitpunkt, als der Käufer Gewährleistungsansprüche geltend machte, sei eine Nachbesserung noch nicht möglich gewesen, da das Kraftfahrt-Bundesamt erst später das Softwareupdate für den Motor EA 189 freigegeben hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Das Autohaus kann noch Berufung beim Oberlandesgericht Karlsruhe einlegen.

Weitere Informationen:
http://www.badische-zeitung.de/offenburg/abgas-skandal-zieht-kreise--134792897.html

Abgasskandal

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Dr. Jan-Eike Andresen

Dr. Jan-Eike Andresen

Jurist, Mitgründer und Leiter der Rechtsabteilung bei myRight

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