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Magazin Abgasskandal

Landgericht München: Käufer können Autos im Abgasskandal zurückgeben!

Hamburg, den 31.12.2016


Das Landgericht München II hat in einem jetzt veröffentlichten Urteil eine klare Sprache für die Käufer von Autos im Abgasskandal gefunden: Nehmen Sie nicht an der Umrüstung teil, geben Sie stattdessen Ihr Auto zurück (Urteil v. 15. November 2016)

Schon gar nicht müssen Käufer eine Frist zur Nachbesserung setzen. Denn die Nachbesserung ist wegen der vielen unbekannten Langfristfolgen des Softwareupdates unzumutbar. Die Käufer erhalten daher zunächst den vollen Kaufpreis zurück.
Allerdings hat das Landgericht vor der Auszahlung des vollen Kaufpreises noch eine so genannte “Nutzungsentschädigung” abgezogen. Hintergrund: Der Käufer soll durch die Rückabwicklung und Erstattung des Kaufpreises nicht besser gestellt werden als er stünde, wenn es den Abgasskandal nicht gegeben hätte. Der Käufer muss sich daher die Vorteile anrechnen lassen, die er durch die Nutzung des Autos konkret gezogen hat. Die Nutzungsentschädigung beträgt im Schnitt 10% des Neupreises pro tatsächlich gefahrene 25.000 Kilometer. Beispielsrechnung: Hat ein Käufer für seinen VW vor vier Jahren 30.000 EUR bezahlt und ist er damit bis heute insgesamt 25.000 Kilometer gefahren, werden vom Kaufpreis 10% (hier 3.000 EUR) abgezogen, er bekommt also 27.000 EUR.

Schlagwörter

Abgasskandal

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Dr. Jan-Eike Andresen

Dr. Jan-Eike Andresen

Jurist, Mitgründer und Leiter der Rechtsabteilung bei myRight

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