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Magazin Abgasskandal

Deutsche Umwelthilfe nimmt Akteneinsicht im VW-Abgasskandal – Unzulässige Abschalteinrichtungen beim Motor EA 288

Hamburg, den 26.04.2021


Der Abgasskandal um Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda setzt sich auch bei Fahrzeugen mit dem Dieselmotor EA 288 fort. Das wird durch Angaben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) deutlich, die nach jahrelangen Rechtsstreit nun Akteneinsicht in die Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hatte und die Ergebnisse am 23. April 2021 präsentierte.

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Lange hatte die DUH um diese Akteneinsicht im Abgasskandal gekämpft. Kraftfahrt-Bundesamt, Bundesverkehrsministerium und Autobauer hatten versucht dies zu verhindern. Doch nach mehr als fünf Jahren und einige Gerichtsverhandlungen später sowie der Androhung eines Zwangsgeldes durch das Oberverwaltungsgericht Schleswig musste das KBA kleinbeigeben und der DUH Akteneinsicht gewähren – und zwar in ungeschwärzte  Unterlagen, die auch Fahrzeuge mit dem Nachfolgemotor EA 288 betreffen.

Hinweis auf illegale Abschalteinrichtungen beim Nachfolgemotor EA 288

Es geht dabei um Akten aus der Anfangsphase des VW-Abgasskandals, genauer um den Schriftverkehr zwischen dem 18. September und 15. Oktober 2015. Besonders brisant dabei: Die Unterlagen erhalten nach Angaben der DUH auch Hinweise auf eine illegale Abschalteinrichtung bei Fahrzeugen mit dem Dieselmotor des Typs EA 288.

Der Motor EA 288 ist das Nachfolgemodell des durch den Dieselskandal zu trauriger Berühmtheit gelangten Motors EA 189. Ebenso wie sein Vorgänger wird der EA 288 bei Diesel-Fahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda bis 2 Liter Hubraum eingesetzt. Schon länger besteht der Verdacht, dass auch bei diesem Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet wird. Dieser Verdacht hat sich weiter erhärtet, nachdem die Deutsche Umwelthilfe Akteneinsicht hatte.

Verharmlosung statt Aufklärung

In einer Pressemitteilung der DUH vom 23. April 2021 spricht ihr Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch von einer  „erschreckend engen Kumpanei von Politik, Behörden und den betrügerischen Automobilkonzernen zu Lasten der Umwelt und Millionen betroffener Diesel-Eigner". Aus den Dokumenten wird deutlich, wie schwer sich die Behörden mit Transparenz und Aufklärung taten und der Abgasskandal klein gehalten werden sollte. So habe das Bundesverkehrsministerium öffentliche Aussagen zum Abgasskandal im Oktober 2015 ausgerechnet mit VW abgestimmt. Aus einer unzulässigen sei so eine lediglich beanstandete Abschalteinrichtung geworden, so die DUH. Wider besseren Wissens hätten KBA und Bundesverkehrsministerium die Illegalität der Abschalteinrichtungen in Millionen von Diesel-Fahrzeugen nicht klar benannt und es dadurch auch Verbrauchern erschwert, ihre Rechte im Abgasskandal durchzusetzen.

KBA muss auch Einsicht in Akten zum EA 288 gewähren

An diesem Verhalten hat sich offenbar auch beim Motor EA 288 nichts geändert. Hatte das KBA der Deutschen Umwelthilfe Akten zum EA 189 bereits im Herbst 2020 teilweise vorgelegt, wurden Unterlagen zum EA 288 weiter unter Verschluss gehalten. Volkswagen hatte mit allen Mitteln versucht die Einsichtnahme der DUH zu verhindern – jedoch erfolglos.

Dass VW die Unterlagen geheim halten wollte, ist aus Sicht des Autobauers verständlich. Denn die Akten enthalten brisante Hinweise zu unzulässigen Abschalteinrichtungen beim Motor EA 288. So gehe aus dem Schreiben eines Entwicklungsdienstleisters hervor, dass es beim EA 288 zwei unterschiedliche Regenerationsstrategien auf dem Prüfstand und im Felde gegeben hat. Das dürfte ein deutlicher Hinweis auf die Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung auch beim EA 288 sein, auch wenn das angekündigte Gutachten dazu in den Unterlagen fehlt.

Keine eigenen Prüfungen des KBA

Wie die DUH ausführt, zeigten die Akten, dass das KBA die durch VW finanzierten rechtlichen und technischen Darlegungen zum EA 288 einfach übernommen habe ohne eigene Prüfungen vorzunehmen. Obwohl klar war, dass VW beim EA 189 eine unzulässige Abschalteinrichtung eingebaut hat, hat die Behörde dem Autobauer offenbar weiter „blind“ vertraut und ihm Glauben geschenkt, dass es beim EA 288 keine Abgasmanipulationen gegeben habe. Transparenz und Aufklärung sehen anders aus.

Die Vorwürfe der DUH gehen noch weiter: Aus anonym zugespielten Unterlagen gehe hervor, dass das KBA nach Rückruf und Update bescheinigt habe, dass die Fahrzeuge keine unzulässige Abschalteinrichtung mehr aufwiesen, obwohl die Messergebnisse des TÜV einen anderen Schluss zuließen.

Gerichte sprechen Schadenersatz zu

Eine Reihe von Gerichten agiert glücklicherweise nicht so blauäugig und hat auch bei Verfahren zu Fahrzeugen mit dem EA 288 entschieden, dass eine unzulässige Abschalteinrichtung verwendet wurde und die Kläger daher Anspruch auf Schadenersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung haben. Ein Rückruf durch das KBA ist für die Schadenersatzansprüche ohnehin keine Voraussetzung.

Bild: © Sven Krautwald – stock.adobe.com

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myRight Redaktion

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