myRight Support

Abgasskandal

Fragen zu meinen Rechten

  • Kann ich nur klagen, wenn ich einen VW habe?

    Nein. Die Abschalteinrichtung, auf die sich die Klagen von myRight beziehen, wurde in Modelle der folgenden Automarken eingebaut: Mercedes, VW, Audi, Seat, Skoda, BMW, Porsche, Opel. Bei diesen ist eine Klage also möglich, sofern der Motor betroffen ist. Diese Prüfung führen wir für Sie durch.
  • Ich habe mich auch für die Musterfeststellungsklage angemeldet, soll ich mich trotzdem bei myRight anmelden?

    Grundsätzlich können Sie ihr Recht in einem Streitfall nur einmal einklagen. Daher ist eine gleichzeitige Teilnahme an der Musterfeststellungsklage von Verbraucherzentrale (Vzbv) und ADAC und eine Klage über myRight nicht möglich. Es ist jedoch möglich, sich bei der Musterfeststellungsklage wieder abzumelden und stattdessen mit myRight zu klagen. Der Hauptunterschied ist, dass sie bei Erfolg der Musterfeststellungsklage anschließend noch selbst mit einem eigenen Anwalt eine Klage einreichen müssen. Die myRight-Klagen sind dagegen echte Zahlungsklagen, bei denen sofort nach Abschluss eine Zahlung erfolgen muss, sie keine Prozessrisiko tragen und sich auch nicht um einen eigenen passenden Anwalt kümmern müssen.
  • Welche Risiken drohen Betroffenen durch den Abgasskandal?

    Die Risiken lassen sich noch nicht endgültig abschlätzen. Klar ist aber, dass Betroffene vor allem mit diesen Risiken zu kämpfen haben werden: <ul> <li>Wertverlust: Was ist mein Skandal-Diesel eigentlich noch wert?</li> <li>Dieselfahrverbote: Wann werden Diesel aus den Innenstädten verbannt?</li> <li>Stilllegungen: Wann sind die Behörden bereit, Skandal-Diesel stillzulegen?</li> <li>Langlebigkeit: Welchen Einfluss hat das Software-Update der Motorsteuerung der Skandal-Diesel auf die Haltbarkeit meines Autos?</li> <li>Technische Risiken: Egal ob gestiegener Verbrauch, verruste AGR-Ventile oder Veränderungen im Motorsound, geht es nach den Berichten betroffener Kunden, die myRight vorliegen, ist es alles andere als Garantiert, dass das Software-Update der Motorsteuerung zu keinerlei nachteiligen Änderungen führt.</li> </ul>
  • Habe ich ein Recht auf Schadensersatz?

    Ja, wer vom Abgasskandal betroffen ist, hat ein Recht auf Schadensersatz. Der Anspruch ergibt sich gegen den Händler aus der kaufrechtlichen Gewährleistung (§§ 433 f., 437, 280 BGB) sowie gegen den jeweiligen Hersteller, d.h. VW, Audi, Skoda, Porsche oder Seat, aus dem Verstoß gegen zwingende EU-Vorschriften des Fahrzeugzulassungs- und Umweltrechts (u.a. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 6, 27 EG-Fahrzeugsgenehmigungsverordnung), um nur die wichtigsten Anspruchsgrundlagen zu nennen. In der myRight-Sammelklage machen wir keine Ansprüche gegen Händler, sondern nur gegen den VW-Konzern geltend, da die meisten Rechte gegen Händler mittlerweile verjährt sein dürften.
  • Bekomme ich als Schadensersatz meinen gezahlten Kaufpreis zurück?

    Ja, wer vom Abgasskandal betroffen ist, bekommt den Kaufpreis zurück. Nach unserer Argumentation könnten die vom Abgasskandal betroffenen Autos jederzeit von den Behörden stillgelegt werden, weil die Autos den rechtlichen Anforderungen nicht entsprechen. Das gilt auch nach der Teilnahme am Rückruf/Softwareupdate beim Händler. Der Wert eines Autos, dass nicht zum Fahren verwendet werden darf, beträgt naturgemäß Null Euro. Der Schaden ist folglich der volle Kaufpreis. Im Gegenzug ist das Auto zurückzugeben. Ob ein Abzug für die gefahrenen Kilometer erfolgt, ist umstritten. In der Sammelklage lehnen wir solch einen Abzug ab. Viele Rechtsschutzversicherer machen jedoch die Deckungszusage von einem freiwilligen Abzug abhängig, weshalb bis heute keine Einzelklagen ohne Abzug der Nutzung bekannt sind.
  • Wird bei Erstattung des Kaufpreises eine sogenannte "Nutzungsentschädigung" abgezogen?

    Trotz Abgasskandal konnten die Betroffenen ihr Auto meist jahrelang nutzen. Daher berücksichtigen die Gerichte die Nutzung des Autos durch eine geringe Kilometerpauschale im unteren Cent-Bereich. Wenn Sie Schadensersatz vom Händler fordern, ist der Abzug sogar im Gesetz festgeschrieben (§ 346 Abs. 1 BGB). Allerdings ist diese Regelung vor der Aufdeckung des Abgasskandals getroffen worden. Die Regelung führt dazu, dass bei alten Skandal-Autos mit vielen Kilometern der Kaufpreis durch den abzuziehenden Nutzungsersatz aufgezehrt würde. Allerdings war die Nutzung der Abgasskandal-Autos offensichtlich illegal und daher bei rechtlicher Betrachtung gerade kein Vorteil für den Käufer; ganz im Gegenteil, der Käufer könnte wegen der illegalen Nutzung sogar für eine Ordnungswidrigkeit belangt werden. Die Regelung ist auch ein Anreiz für VW, die Entschädigung der Betroffenen zu verschleppen, bis alle Autos so alt sind, dass der Nutzungsersatz den Kaufpreis aufgefressen hat. Das ist für myRight nicht akzeptabel. Denn die Nutzung der betroffenen Autos war illegal, da die Nutzung gegen geltende Umwelt- und Zulassungsvorschriften verstieß. Anders als beim Schadensersatz durch den Händler, sieht der Schadensersatz durch den VW-Konzern keinen gesetzlichen Abzug der Nutzungsentschädigung vor. Wir kämpfen daher dafür, dass Betroffene den vollen Kaufpreis vom VW-Konzern erstattet bekommen. Die myRight-Musterklagen sind alle ohne Abzug für eine Nutzungsentschädigung eingereicht worden. Gleiches gilt auch für unsere Sammelklage.
  • Ich habe schon an der Rückrufaktion beim Händler teilgenommen. Habe ich hier durch meine Rechte verloren?

    Nein, wer an der Rückrufaktion beim Händler teilgenommen hat, hat nach unserer Meinung seine Rechte nicht verloren. Auch nach dem Update der Motorsoftware/Teilnahme an der Rückrufaktion besteht der Anspruch auf Schadensersatz. Der VW-Konzern schuldet Betroffenen weiter die Erstattung des Kaufpreises.
  • Verjährung - Welche Fristen muss ich beachten?

    Gewährleistungsrechte verjähren grundsätzlich zwei Jahre ab Kauf und Übergabe des Autos an den Käufer. Rechte aus einer Garantie gegen VW, Audi, Seat oder Skoda bestehen meist über drei Jahre. Das zeigt: Bei älteren Autos sind Rechte bereits verjährt und jeden Tag verjähren weitere Rechte der Betroffenen. myRight stützt sich daher gerade nicht auf verjährte Rechte aus Garantie oder Gewährleistung, sondern auf die Verstöße des VW-Konzerns gegen Umwelt- und Zulassungsbestimmungen. Diese Rechte verjähren erst Ende 2018. Daher können mit myRight alle Betroffenen ihre Rechte im Abgasskandal gegen den VW-Konzern geltend machen, soweit die Autos nach 2009 erworben wurden.

Fragen zu myRight

  • Warum verlangt myRight eine Erfolgsprovision, wenn ich keine Rechtsschutzversicherung besitze?

    Die Klagen gegen Konzerne wie Volkswagen sind eine sehr aufwendige und schwierige Angelegenheit. Daher arbeitet myRight bei diesen Prozessen mit top Anwälten mit weitreichenden Erfahrungen in ähnlich komplexen Fällen zusammen. Hinzu kommt das Risiko, dass nicht alle Fälle gewonnen werden können. Diese Prozess- und Risikokosten müssen von uns getragen werden, weshalb wir bei Kunden ohne Rechtsschutzversicherung eine Erfolgsprovision erheben.
  • Welche Kosten kommen auf mich zu, wenn der Prozess nicht gewonnen wird?

    Haben Sie sich für den myRight Sofort-Rechtsschutz mit Erfolgsprovision entschieden, fallen für sie keinerlei Kosten bei Verlust des Prozesses an. Wurde der Prozess über Ihre Rechtsschutzversicherung gedeckt, fällt eine Selbstbeteiligung nur dann an, wenn Ihr Versicherungsvertrag dies vorsieht.
  • Kann ein Unternehmen wie myRight wirklich gegen einen großen Konzern wie VW erfolgreich sein?

    Ja, das können wir und wir haben es auch bereits bewiesen. Dadurch, dass wir mit international renommierten Anwaltskanzleien zusammenarbeiten und bereit sind, die Rechte unserer Kunden über mehrere Instanzen durchzufechten, sind wir in der Lage gegen Konzerne wie VW zu bestehen. Unsere Klagen liegen z.T. mittlerweile beim Bundesgerichtshof und wir kämpfen für eine Vorlage an den Europäischen Gerichtshof.
  • Ich habe weitere Fragen zu meinem konkreten Fall. Wie kann ich diese klären?

    Wir klären Detailfragen gern persönlich mit Ihnen. Hierzu können Sie entweder direkt bei der - oben auf dieser Seite angegebene - Hotline-Nummer anrufen oder eine E-Mail schreiben. Noch einfacher machen Sie uns die Beratung, wenn Sie zunächst unsere automatische Anspruchsprüfung durchführen und sich hierbei mit Ihren Kontaktdaten anmelden. Die abgefragten Informationen helfen uns, Ihren ganz persönlichen Fall zu prüfen und eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen auszusprechen. Diese Anmeldung ist zunächst völlig unverbindlich und kostenlos.
  • Wie lange dauert es, bis es zu einem Urteil in meiner Klage kommt?

    Wir geben alles, was in unserer Macht liegt, um Ihr Recht durchzusetzen. Doch dabei sind wir natürlich an die Ressourcen der Gerichte und der Justiz gebunden. Viele Gerichte ächzen unter der Last der Dieselklagen. Doch auch die Richter sind es leid, sich von VW weiter an der Nase herumführen zu lassen und begegnen jetzt VW immer öfter vor einem Urteil schon mit sogenannten Hinweisbeschlüssen zur Erläuterung der Kundenrechte. Das beschleunigt viele Verfahren ungemein und hilft auch myRight bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Während wir gemeinsam mit unseren Vertragsanwälten früher viele Verfahren erst nach über einem Jahr Laufzeit haben beenden können, können unsere Verfahren jetzt bereits nach wenigen Monaten Laufzeit beendet werden.

Fragen bei Rechtsschutzversicherung

  • Was für Kosten kommen auf mich zu, wenn ich meine Rechtsschutzversicherung nutze?

    Es kommen keine Kosten, außer eine eventuelle Selbstbeteiligung, auf Sie zu. Die Höhe einer eventuellen Selbstbeteiligung entnehmen Sie bitte Ihrer Police. Des Weiteren entfällt unsere Erfolgsprovision in Höhe von 35% (inkl. MwSt.) für Sie. Auch im Einzelklageverfahren tragen Sie nicht das Kostenrisiko: Direkt nach der Mandatierung der myRight-Vertragsanwälte, wird dieser bei ihrer Versicherung eine Anfrage zur Kostendeckung stellen. Sollte ihre Versicherung diese Zusage erteilen, tragen Sie, neben einer eventuell anfallenden Selbstbeteiligung, keine weiteren Kosten. Sollte ihre Versicherung die Zusage verweigern, werden unser Vertragsanwälte die bis dato nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) entstandenen Gebühren ihnen gegenüber nicht erheben und Sie können kostenlos zur Sammelklage wechseln.
  • Wie ist der Ablauf, wenn ich meine Rechtsschutzversicherung nutzen möchte?

    Sobald Sie sich bei uns auf der Seite registriert haben, werden wir Ihnen eine anwaltliche Vollmacht unserer myRight-Vertragsanwälte zu schicken. Sobald uns alle notwendigen Unterlagen vorliegen, werden wir Ihren Fall noch einmal überprüfen. Sobald von unserer Seite Ihre Daten validiert sind, werden wir Ihren Fall an die Vertragsanwälte übergeben. Diese werden hiernach eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Dies ist für Sie immer kostenlos! Bei einer Zusage werden die Anwälte sofort für Sie tätig.

Fragen bei Gebrauchtwagen

  • Ich habe einen Gebrauchtwagen. Kann auch ich Schadenersatz verlangen?

    Ja. Für die Frage nach Schadensersatz spielt es keine Rolle, ob Sie ein neues oder gebrauchtes Auto gekauft haben. Entscheidend ist alleine, dass Ihnen beim Kauf des Autos nicht klar war, dass in dem Auto eine illegale Abschalteinrichtung verbaut ist. Schließlich konnten Sie vorher nicht wissen, dass der Gebrauchtwagen vom Dieselskandal betroffen war und haben somit zuviel bezahlt.
  • Ich habe mein Auto bereits an den Händler zurückgegeben. Kann ich trotzdem bei myRight mitmachen?

    Ja, denn meistens nehmen die Händler Fahrzeuge nur mit einem Abschlag zurück. Dieser Verlust ist von VW zu erstatten.

Fragen zum Verkauf meines Autos

  • Kann ich auch klagen, wenn ich meinen Wagen bereits verkauft habe?

    Ja. Durch Bekanntwerden der illegalen Abschalteinrichtung in den Schummel-Dieseln ist deren Marktpreise drastisch gesunken. Hinzu kommt, dass diesen Autos bei Ausbleiben eines Software-Updates der Entzug der Zulassung droht. Daher ist Ihr Schaden keineswegs durch einen Verkauf behoben. Klagen nach dem Verkauf sind möglich und waren bereits erfolgreich.
  • Kann ich mein Auto problemlos verkaufen, nachdem ich myRight beauftragt habe?

    Ja, Sie können ihr Auto uneingeschränkt verkaufen. Bitte informieren Sie uns jedoch, sobald Sie ihr Auto verkauft haben. Haben Sie ihr Auto verkauft, wird der Verkaufserlös von dem durch VW zu erstattenden Kaufpreis abgezogen.
  • Bekomme ich beim Verkauf weiter Geld von myRight oder bekommt das der Käufer?

    Sie sind unser Auftraggeber und bekommen daher von uns auch weiter den Erlös. Zumal Sie aufgrund des Wertverlustes ohnehin weniger für Ihren Wagen bekommen werden und ja genau hierfür die Entschädigung über myRight von VW beanspruchen.
  • Ich habe mein Auto schon verkauft, kann ich immer noch myRight beauftragen?

    Ja, Sie können uns auch beauftragen, wenn Sie Ihr Fahrzeug nach dem 18.9.2015 verkauft haben. Halten Sie in diesem Fall auch eine Kopie des Verkaufsvertrags bereit.
  • Der TÜV droht mit Verweigerung der Plakette, wenn ich nicht an der Rückrufaktion teilnehme. Was soll ich tun?

    Wir empfehlen unseren Kunden den pragmatischsten Weg und das ist die Teilnahme an der Rückrufaktion.

Fragen zur Rückrufaktion

  • Sollte ich mit meinem Auto an der Rückrufaktion teilnehmen?

    Ja, Schummeldiesel sollten mit einem Software-Update im Rahmen der offiziellen Rückrufaktion ausgestattet werden. Zwar sind aus unserer Sicht die langfristigen Risiken aus dem Software-Update nicht geklärt. Allerdings haben die Zulassungsbehörden angekündigt, ab Ende 2017 Fahrzeuge stillzulegen, die nicht umgerüstet wurden. Bevor Ihr Fahrzeug stillgelegt wird, ist die Teilnahme an der Rückrufaktion die bessere Lösung.
  • Gibt es eine gesetzliche oder behördlich Pflicht an der VW-Rückrufaktion teilzunehmen?

    Nein. Nur VW ist durch das Kraftfahrtbundesamt verpflichtet worden, den Rückruf anzubieten. Es gibt aber keine Pflicht der Betroffenen, den Rückruf auch anzunehmen und das Software-Update aufspielen zu lassen. Wer allerdings nicht an der Rückrufaktion teilnimmt, riskiert die unmittelbare behördliche Stilllegung seines Schummeldiesels.
  • Ich habe an der Rückrufaktion teilgenommen, kann ich mich trotzdem bei myRight anschließen?

    Ja, denn der Schaden durch Wertverlust und Langlebigkeitsrisiken ist Ihnen trotzdem entstanden. Außerdem verlieren Sie Ihre Rechte durch die Teilnahme an der Rückrufaktion nicht.
  • Drohen mir Nachteile bei der Rückrufaktion, wenn ich myRight beauftragt habe?

    Nein. Die Nachrüstung der Motorsteuerung in Zusammenhang mit der Rückrufaktion ist vollkommen unabhängig von unserer Beauftragung, zumal ihr Händler auch von unserer Beauftragung keine Kenntnis hat.
Nach oben