Drei Gründe, warum Sie nicht an der Rückrufaktion teilnehmen sollten.

Ganz gleich, ob Sie als Fahrer eines Audi, Seat, Skoda oder VW vom Abgasskandal betroffen sind: Sie fragen sich, ob Sie an der Rückrufaktion teilnehmen sollten.

Aus unserer Sicht gibt es dazu eine klare Antwort: Nein, nehmen Sie nicht an der Rückrufaktion teil.

Doch warum sollten Sie nicht an der Rückrufaktion teilnehmen? Aus Sicht von myRight sprechen vor allem diese drei Gründe dagegen:


  • Gerichtsurteile – Sie sind zu nichts verpflichtet. Die wahren Ausmaße des Abgasskandals wurden erst im Sommer 2016 wirklich sichtbar. Seitdem haben fast alle Gerichte geurteilt, dass die Nachrüstung mit dem Software-Update, dass im Rahmen der Rückrufaktion auf alle Autos des Abgasskandals aufgespielt werden soll, unzumutbar ist. Statt nachzurüsten, können die Kunden einfach ihr Auto zurückgeben, so die Gerichte. Und noch etwas ist wichtig: Kein Käufer ist zur Teilnahme an der Rückrufaktion verpflichtet. Nur der VW-Konzern ist verpflichtet, nämlich dazu, Ihnen das Update anzubieten.
  • Langfristfolgen unbekannt. Die Nachrüstung ist unzumutbar, weil niemand die Langfristfolgen des Updates der Motorsoftware kennt. Und noch schwerer wiegt, dass VW keine Garantie auf das Update abgeben will. Schauen Sie in Ihren Schreiben von VW, Skoda, Audi oder Seat nach: Finden Sie das Wort “Garantie”? Nein! Vielmehr trickst Sie der Konzern aus. Sie werden nämlich sicher den Passus gefunden haben, wonach es “keine negativen Veränderungen” durch das Update geben soll. Klingt doch erst einmal gut, oder? Wenn Sie jetzt innerlich “ja, klingt gut” sagen, sind Sie schon reingefallen. Denn nirgendwo erstreckt der Konzern die Zusicherung auf die langfristigen Folgen. Die Wahrheit ist: niemand kennt die langfristigen Auswirkungen, anscheinend auch VW nicht. Warum sollte sich jemand freiwillig dieses Risiko aufladen?
  • Wertverlust. In einer Welt, in der die Gerichte immer mehr die Rückgabe der Autos verlangen und Kunden unter den unbekannten Langfristfolgen leiden, ist es wenig verwunderlich, dass die Autos im Abgasskandal der Gefahr eines wesentlichen Wertverlusts unterliegen. Den bekamen als erstes die Autovermieter zu spüren, die ihre Autos nur mit deutlichen Wertverlusten verkauft bekamen. Dann mussten die Banken, allen voran die VW Financial Services den Wert ihrer Sicherheiten deutlich reduzieren. Experten raten daher zum schnellen Verkauf, am besten durch Rückkauf an VW, bevor der Wertverlust zuschlägt. Warum also sollten sich Käufer dem Wertverlust aussetzen?
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Kommentare:

Josef H.
10. Januar 2017 um 17:08 Uhr

Wie ist das in meinem Fall: ich habe einen VW Caddy geleast seit Juni 2015. Kann ich die Aufhebung des Leasingvertrages fordern bzw. eine Vertragsablösung mit einem neuen Fahrzeug fordern? Vielen Dank für einen Tipp schon im Voraus.

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 19:07 Uhr

    Sehr geehrter Herr H.,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. In Ihrem gilt noch die Händlergewährleistung. Des Weiteren kommt es darauf an wie Ihr Leasingvertrag ausgestaltet.
    Kontaktieren Sie uns gerne über service@my-right.de un teilen uns genauere Informationen bzgl. Ihres Falles mit.

Norbert B.
9. Januar 2017 um 15:47 Uhr

Leider wurde bei meinem VW Tiguan auch schon die neue Software installiert. Kann ich mich trotzdem an der Sammelklage beteiligen.

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 17:50 Uhr

    Sehr geehrter Herr B.,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir bitten die sehr verspätete Rückmeldung zu entschuldigen. Auch wenn Sie das Update bereits aufgespielt haben, können Sie sich bei uns auf der Webseite registrieren. Dies steht Ihren Ansprüchen nicht im Weg.

    Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns jederzeit unter service@my-right.de kontaktieren. Wir helfen gerne weiter!

B.S.
9. Januar 2017 um 12:30 Uhr

Habe meinen Gebrauchten (Skoda Octavia 2.0 TDI) vom Skoda-Händler bezogen und nachdem das Skoda-Infoschreiben kam, im September das Update aufspielen lassen. Seit dem läuft bei Kurzstreckenverkehr ständig der Kühlwasserlüfter nach, was mit der Reinigung des Dieselpartikelfilters(DPF) zusammenhängen soll. Dies hat der Wagen vor dem Update vielleicht zweimal im Jahr gemacht – jetzt ständig. Auch hatte ich jeweils kurze Zeit bereits die Abgaskontrollwuchte und die DPF-Kontrolleuchte leuchten, was durch eine nachgeholte Langstrecke wieder ausging. Ich habe derzeit das Gefühl, dass der Wagen mit Kurzstrecken nicht mehr klar kommt, weil der DPF verstopft. Vor dem Update gab es dieses Verhalten ca. 160.000 Km lang nicht.
Kann ich trotz bereits aufgespieltem Software-Update den Kauf wie hier beschrieben, rückgängig machen?
Habe mich jedenfalls bereits hier für die Entschädigung registriert. Was sollte ich Ihrer Meinung nach tun?

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 17:47 Uhr

    Sehr geehrter Herr S.,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. Auch wenn Sie das Update bereits aufgespielt haben, haben Sie weiterhin einen Anspruch auf Entschädigung oder Rückkauf gegen zahlung des Kaufpreises.

    Bei weiteren Fragen, können Sie uns jederzeit unter service@my-right.de kontaktieren.

Metin S.
6. Januar 2017 um 13:29 Uhr

Hallo.
Am 29.12.2016 wurde bei meinem Tiguan 2 l Diesel Bj 05.2010 SW Update durchgeführt. Seit dem leuchtet Motor-und Vorgüh-Warnleuchten. Zuerst wollte der Meister die Vorglühkerzen auf meine Kosten wechseln, habe mich geweigert, am 02.01.2017 wieder in der Werkstatt, würde mir gesagt, dass Fehler ausgelesen, aber nichts festgestellt wurde ( die Warnleuchten Blinkten bis zu diesem Datum nicht bei jeder Fahrt.)
Ich soll wenn das nächste Mal was aufleuchtet sofort vorbeikommen und den Motor nicht abstellen.
Am 03.01.2017 bin ich sofort in die Werkstatt als es der Fall war. Aussage: Wir haben einen fehlerhaften SW bei Ihnen installiert, eine fehlerberinigte SW haben wir heute morgen bekommen, wir machen einen neuen Termin dann bekommen sie diese SW. Habe jetzt am 11.01.2017 den Termin.
Soll ich den wahrnehmen.

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 17:25 Uhr

    Sehr geehrter Herr S.,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir können Ihre Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Softwareupdate verstehen. Derzeit handelt es sich noch um ein „freiwilliges“ Update. Dementsprechend sind Sie nicht dazu verpflichtet dieses durchzuführen. Wir raten von dem Aufspielen der Software ab.

Manuel R.
5. Januar 2017 um 21:06 Uhr

Hallo,

bitte lassen Sie mir an meine E-mail Adresse den monatlichen Newsletter zukommen.

Ich habe die Infos zu spät gelesen, dass man den Rückruf nicht folgen sollte.

Kann ich jetzt trotzdem mit Schadensersatz rechnen? Bekomme ich mehr Schadensersatz, wenn ich doch das Update habe aufspielen lassen??

Können Sie mich für die „mehr Spritverbrauch Aktion“ anmelden?

Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!!!

Mit freundlichen Grüßen

Manuel Riedel

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 17:18 Uhr

    Sehr geehrter Herr R.,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir bitten die doch sehr verspätete Rückmeldung zu entschuldigen. Für Ihre Ansprüche spielt es keine Rolle, ob Sie das Update bereits durchgeführt haben oder nicht. Diese bleiben weiterhin bestehen. Sie können also weiterhin mit einem Schadenersatz rechnen.

    Bezüglich der Anmeldung für „Spritskandal“ würde ich Sie bitten sich auf der Webseite anzumelden.

    Sollten Sie noch weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht uns erneut zu kontaktieren.

wolfgang
5. Januar 2017 um 17:44 Uhr

Bin inzwischen 3 x aufgefordert worden, update wurde aber noch nicht gemacht. Mein A4 wurde im Februar 2014 geleast, Laufzeit 36 Monate . Leasingvertrag endet also im Februar 2017. Es geht mir nicht darum, möglichst viel Geld zu fordern sondern um eine faire Lösung für alle Beteiligten. Was ist Ihr Rat ?

    myRight Serviceteam
    24. Januar 2017 um 17:26 Uhr

    Sehr geehrter Herr Wolfgang,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir bitten den Umstand der verspäteten Rückmeldung zu entschuldigen. Auch als Leasingnehmer können Sie sich bei uns auf der Webseite registrieren und eine Entschädigung verlangen.

    Sollten Sie noch weitere Fragen haben, können Sie uns jederzeit unter service@my-right.de kontaktieren.