Unsere Sammelklage: Wie wir VW zwingen, sich an das Gesetz zu halten

Affenversuche bei VW, Hausdurchsuchungen bei Audi – im Abgasskandal reiht sich weiterhin eine Schlagzeile an die nächste. Viele Beobachter fragen sich inzwischen, inwieweit der VW-Konzern wirklich dazu gelernt hat, seit die Abgas-Manipulationen in den USA entdeckt und bestraft wurden. Keine Garantien auf Software-Updates, keine finanzielle Kompensation – das unwürdige Ringen um Entschädigungen in Deutschland zeigt, dass bei VW die Verbraucher hierzulande weiter Kunden zweiter Klasse sind.

Denn im Moment fühlt sich VW augenscheinlich nicht an den gesellschaftlichen Konsens gebunden, dass sich alle an Recht und Gesetz zu halten haben. Deshalb ist uns unsere Sammelklage so wichtig. Wir möchten VW mit ihr dazu zwingen, sich wieder ans Gesetz zu halten.

Immer mehr Fahrzeuge sind betroffen

Wie schafft man es aber, einen Konzern zum Nachdenken zu bringen? Die Erfahrungen, die unsere Kunden uns schildern, zeigen, dass die Briefe Einzelner hier keine Wirkung haben. Die vielen Einzelklagen, die Betroffene gegen VW gestartet haben, wirken schon eher. Wir sehen, dass die Gerichte in der Summe sehr viel verbraucherfreundlicher urteilen als zu Beginn des Abgasskandals und Volkswagen bereiter zu Vergleichen ist. Für den Einzelnen ist das erfreulich.

Aber auch dadurch setzt kein Umdenken in den Vorstandsetagen ein. Dazu ist die Zahl der Klagenden noch immer zu klein. VW versucht sich in die Verjährung zu retten – in der Hoffnung, dass nur ein Bruchteil der etwa 2,6 Millionen Geschädigten Ansprüche vor Gericht geltend macht.

Die Zahl der Klagenden ist immer noch zu klein

Bislang droht diese Rechnung aufzugehen, die Zahl der Klagenden ist immer noch zu klein, um VW wehzutun. Auch damit VW so nicht davon kommt, werben wir für unsere Sammelklage. Sie ist ohnehin für Menschen ohne Rechtsschutzversicherung der einfachste und risikoloseste Weg, Ansprüche gegen VW anzumelden. Wir tragen alle Kosten und bekommen über unser Provisionsmodell nur Geld, wenn wir erfolgreich sind.

Die Sammelklage landet in der Vorstandsetage

Die Sammelklage ist aber auch eine Möglichkeit für den Einzelnen, sicherzustellen, dass das Thema Abgasskandal in der Vorstandsetage landet. Denn weil wir die Ansprüche von vielen Einzelnen zusammenfassen, geht es auf einmal nicht um ein paar tausend Euro pro Klage. Es geht um dreistellige Millionenbeträge. Um einen Verbrauchervergleich irgendwo in Deutschland kümmert sich kein Topmanager bei VW. Sie können davon ausgehen, dass das bei unserer ersten Sammelklage (Streitwert 357 Millionen Euro) nicht der Fall ist.

Sie haben also nicht nur die Chance, sich selbst etwas Gutes zu tun und nach der Rückgabe Ihres Fahrzeugs den Kaufpreis zurückzuerhalten, wenn Sie sich unseren weiteren Sammelklagen anschließen. Mindestens eine Sammelklage gegen den VW-Konzern haben wir für 2018 geplant. Je deutlicher möglichst viele Menschen VW daran erinnern, dass man sich an das Recht halten muss, desto eher wird dort ein Umdenken einsetzen. Das wäre gut – für VW selbst, und für die Gerechtigkeit.

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