Verbraucherschutz: Schweizer Verband FRC reicht mit myRight Sammelklage ein

Stichwort Verbraucherschutz: Auch in der Schweiz wehren sich Kunden im Abgasskandal gegen Volkswagen. Über 2.000 Betroffene aus der Westschweiz haben über die Online-Plattform myRight.de beim Landgericht Braunschweig Klage gegen den Autobauer eingereicht.

Federführend bei der Sammelklage ist die Westschweizer Verbraucherschutzorganisation Fédération romande des consommateurs (FRC). „Dieser erste zivilrechtliche Prozess ist für uns extrem wichtig. Dies stellt einen echten Druck auf den VW-Konzern dar, der im Gegensatz zu den in den Vereinigten Staaten getroffenen Vereinbarungen derzeit in Europa auf keine Forderungen von Verbrauchern eingeht“, sagt Sophie Michaud Gigon, Generalsekretärin der FRC.

Der FRC steht das Legal-Tech-Unternehmen myRight als Partner zur Seite. Die Fälle von über 2.000 Betroffenen aus der französischen Schweiz werden mit Hilfe der Online-Plattform myRight.de gebündelt vorgebracht. Die Kunden werden bei ihrer Forderung nach Schadensersatz von der US-amerikanischen Anwaltskanzlei Hausfeld vertreten. „Den Besitzern von Autos mit Betrugssoftware steht auch in der Schweiz zivilrechtlicher Schadenersatz zu“, sagt Christopher Rother, Hausfelds Partner in Deutschland und Leiter der Niederlassung der US-Kanzlei in Berlin.

myRight arbeitet europaweit mit Verbraucherverbänden zusammen

International haben mehr als 40.000 VW-Kunden ihre Ansprüche an myRight abgetreten. „Mit dieser Klage zeigen wir, dass Kunden in ganz Europa die Möglichkeit haben, ihre Interessen gegen den VW-Konzern durchzusetzen“, sagt Jan-Eike Andresen, Leiter der Rechtsabteilung bei myRight. „Wir sind stolz darauf, als Partner von Verbraucherverbänden unseren Beitrag dazu zu leisten, dass VW-Kunden europaweit ihr Recht bekommen.“ Die Zusammenarbeit mit Organisationen aus dem Verbraucherschutz ist ein Kernthema von myRight.

In der Schweiz sind rund 180.000 Kunden vom Abgasskandal betroffen. Die Verbraucherschützer der FRC wählen mit der Sammelklage den vom europäischen Verbraucherverband BEUC  (Bureau européen des unions de consommateurs) vorgeschlagenen Weg, um Ansprüche gegen VW anzumelden. Die FRC habe verschiedene Optionen studiert und sei zum Schluss gekommen, dass eine Sammelklage, die am vielversprechendste sei, erklärt die Organisation. myRight bietet Betroffenen die Möglichkeit an, über eine Online-Plattform Ansprüche gegen Unternehmen anzumelden. Im Falle des Abgasskandals werden Ansprüche betroffener Autokäufer etwa nach Land, Baujahr oder Modell in unterschiedliche Sammelklagen gegen VW gebündelt.

Wer sich in Deutschland an der zweiten Sammelklage gegen VW beteiligen will, kann sich aktuell noch auf unserer Startseite unter myright.de dafür anmelden.

 

 

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