Restwertschutz im Abgasskandal

Neben vielen Privatkunden ist auch eine große Zahl Flottenmanager vom Abgasskandal betroffen. Für die hat myRight nun eine neue Webseite gestartet. Unter https://www.restwertschutz.de/ können die Betroffenen ihre Ansprüche gegenüber dem Volkswagen-Konzern anmelden und sich ohne eigenes Kostenrisiko gegen den Wertverlust der Flotte absichern.

Denn auch Flottenmanager sorgen sich zu Recht, wenn sie über den Abgasskandal nachdenken: Durch drohende Dieselfahrverbote, den Wertverlust der Fahrzeuge und Probleme, die sich aus dem Motorupdate ergeben können, wird ihr Fahrzeugbestand zum finanziellen Risikofaktor. Rund 4,5 Millionen Pkw und Kleintransporter sind laut dem Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) in Deutschland als Flottenfahrzeuge in rund 1,6 Millionen Firmenfuhrparks unterwegs. Viele dieser Unternehmen kalkulieren bei ihren Berechnungen darauf, dass sich die Fahrzeuge irgendwann für einen guten Preis weiterverkaufen lassen.

Doch, wie viele Privatkunden bemerken auch etliche Flottenmanager inzwischen, dass sich ihre Autos nur schwer und mit großen Abschlägen weiterverkaufen lassen, wenn sie vom Abgasskandal betroffen sind. Branchenfachleute beobachten, dass vor allem die Diesel-Restwerte der Marken VW, Audi, Seat und Skoda einbrechen. Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF, erklärt, die Gebrauchtwagenpreise seien „bei den vom Skandal betroffenen Dieselfahrzeugen aus dem VW Konzern um einige Prozentpunkte abgesackt und werden sich aus unserer Sicht auf diesem niedrigeren Niveau jetzt stabilisieren.“ Insofern ist dem Verband zufolge ein möglicher Wertverlust alleine durch die negative Diskussion um den Diesel bei diesen Fahrzeugen schon vorweggenommen.

Eine Folge dürfte sein, dass Flotteneigentümer in vielen Fällen um außerordentliche Abschreibungen nicht herumkommen. Dazu kommen Risiken wie die drohenden Dieselfahrverbote und Probleme, die sich aus dem Motorupdate ergeben können. All diese Themen haben das Potential, den Restwert der Fahrzeuge massiv zu mindern.

Die Folgen des Abgasskandals bedrohen aber nicht nur die Flottenmanager, die ihre Fahrzeuge gekauft haben. Auch Leasingnehmer sind betroffen. Rund 61% der neu zugelassenen Firmenfahrzeuge sind dem VMF zufolge geleast. Wer eine sogenannte „Restwertklausel“ im Leasingvertrag hat, muss die Wertdifferenz bei der Fahrzeugrückgabe ausgleichen.

Daher haben Flottenmanager Anlass genug, sich über Schadensersatzansprüche gegen den VW-Konzern Gedanken zu machen. Der Autobauer hofft, dass nur ein Bruchteil der Betroffenen klagt, bevor die Ansprüche verjährt sind und weigert sich beharrlich, private wie gewerbliche Kunden im Abgasskandal zu entschädigen.

So einen Konzern alleine vor Gericht zu bringen, ist aber nicht nur für Privatkunden oft zu aufwendig. Um Flottenmanager dabei zu unterstützen, ihre Ansprüche gegenüber dem VW-Konzern durchzusetzen, hat myRight deshalb nun eine eigene Interseite gestartet. Unter der Adresse restwertschutz.de können Flottenmanager ihre Fahrzeuge eintragen – und sich so ohne eigenes Kostenrisiko gegen den drohenden Restwertverlust absichern. Wie bei privaten Ansprüchen, stellen die Betroffen myRight lediglich ihre Unterlagen mit den Angaben zur Fahrzeugflotte zur Verfügung. Dann kümmert sich myRight um alles andere. Kosten fallen, wie bei Privatkunden nur an, wenn myRight Erfolg hat.

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