Jetzt ist es amtlich: Dieselfahrverbot kommt in Stuttgart

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat heute morgen grünes Licht für Dieselfahrverbote in Stuttgart gegeben. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe, weil die Stadt es jahrelang versäumt hatte, wirksame Regelungen zum Umwelt- und Gesundheitsschutz der Bevölkerung vor Dieselautos zu erlassen. Das Verfahren ist auch eine direkte Reaktion auf den Abgasskandal von Volkswagen. Den Schaden haben jetzt die Käufer von Dieselautos, die jahrelang gutgläubig im Vertrauen auf eine saubere Technologie hohe Preise für Dieselautos bezahlt haben. Zu hohe Preise, wie man heute weiß.

myRight zeigt drei Dinge, die Dieselfahrer jetzt wissen müssen.

1. In weiteren Städten drohen unmittelbar Fahrverbote.
Die Klage der Deutschen Umwelthilfe in Stuttgart ist nur eine von vielen. Flächendeckend verklagt die Deutsche Umwelthilfe Städte auf die Einführung von Dieselfahrverboten. Und die Erfolgsaussichten sind gut, denn fast überall haben sich die Städte aus Angst vor einem Proteststurm der Wähler gegen Dieselfahrverbote gewehrt. Dabei sind die rechtlichen Vorgaben der EU eindeutig und zwingen die Städte zum Handeln. Das rächt sich jetzt. Denn die Gerichte haben keine Angst vor dem Zorn der Wähler, sondern wenden das Recht konsequent an. Egal ob Hamburg, München, Stuttgart oder andere Großstädte: Die Gerichte werden Dieselfahrverbote flächendeckend einführen. Was früher ein realitätsferner Albtraum für viele Autofahrer war, wird schon bald gelebte Wirklichkeit sein.

2.Heute Dieselfahrverbote, morgen Stilllegungen von Abgasskandal-Autos.
Und das ist erst der Anfang. Denn die Deutsche Umwelthilfe klagt nicht nur Dieselfahrverbote ein. Sondern auch die Stilllegung von Abgasskandal-Autos. Wie myRight argumentiert auch die Umwelthilfe mit dem EU-Zulassungsrecht. Danach erlischt die Betriebserlaubnis eines Fahrzeugs automatisch, wenn später Veränderungen vorgenommen werden, die das Abgasverhalten verschlechtern. Und genau das war im Abgasskandal der Fall, der Dieselautos von VW, Porsche, Seat, Skoda und Audi gleichermaßen betrifft. Und eine einmal automatisch erloschene Betriebserlaubnis lebt auch durch die Teilnahme an der Rückrufaktion im Abgasskandal nicht wieder auf. Die Folge: Die Behörden können jedes vom Abgasskandal betroffene Auto sofort stilllegen. Und genau das verlangt die Deutsche Umwelthilfe jetzt von den Zulassungsbehörden. Hat die Umwelthilfe Erfolg, stehen bald die 2,6 Millionen vom Abgasskandal betroffenen Autos still.

3.Wie sich Dieselfahrer jetzt gegen Wertverlust absichern.
Nach aktuellen Zahlen sind die Dieselverkäufe deutlich eingebrochen, wer seinen vom Abgasskandal betroffenen Diesel verkaufen will, erlebt auf dem Gebrauchtwagenmarkt schnell sein blaues Wunder. Knapp zwei Jahre nach Bekanntwerden des Abgasskandals ist klar, dass alle Beteuerungen des VW-Konzerns zur Wertstabilität der Abgasskandals-Autos genau das waren: reine Beteuerungen, die jeglichen Bezug zur Realität vermissen lassen. Doch es gibt auch gute Nachrichten für die Betroffenen des Dieselskandals: Volkswagen muss für alle Schäden vollumfänglich haften. Egal ob Sie ihren Diesel schon verkauft haben oder heute noch besitzen, egal ob es sich um einen Skoda, VW, Audi, Seat oder Porsche handelt: Der VW-Konzern schuldet Ihnen die Rückerstattung des Kaufpreises gegen Rückgabe des Autos. Wer sein Auto nach Verkauf oder Unfall nicht mehr zurückgeben kann, muss sich den Verkaufspreis oder Versicherungserlös anrechnen lassen. Das Problem: Die Klagen der Deutschen Umwelthilfe auf Stilllegung der Dieselskandal-Autos werden wahrscheinlich erst entschieden, wenn die Schadensersatzansprüche gegen den VW-Konzern verjährt sind. Wer sich also erst um seine Rechte kümmert, wenn die Klagen der Umwelthilfe Erfolg haben und sein Dieselskandal-Auto stillgelegt wird, geht leer aus. Wer sich absichern will, muss jetzt seine Schadensersatzansprüche geltend machen, da die Ansprüche noch nicht verjährt sind. Wenden Sie sich hierzu an den Anwalt Ihres Vertrauens. Oder Sie sichern Ihre Rechte ganz einfach online mit myRight, ohne dass Prozessrisiken anfallen. Welche Entscheidung Sie auch immer treffen, entscheiden Sie sich für Ihr Recht.

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