Fahrverbot für Diesel droht in elf weiteren Städten

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) macht weiter Druck – und zwar in Dortmund, Bochum, Düren, Paderborn und Offenbach sowie in Heilbronn, Ludwigsburg, Backnang, Esslingen, Marbach und Reutlingen. Die Umweltschutzorganisation hat in diesen Städten elf weitere Klagen eingereicht. So will sie eine schnellstmögliche Einhaltung der Luftqualitätswerte in besonders hoch belasteten Städten erzwingen – was in der Konsequenz dort ein Fahrverbot für Diesel bedeutet. „Es wird nach wie vor so getan, als könne man das Problem weiter jahrelang aussitzen“, so DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch, „Doch das geschieht auf Kosten der Gesundheit zahlloser Menschen. Daher werden wir so lange den Klageweg beschreiten, bis sich endlich die für die Luftreinhaltung verantwortlichen Politiker zum Handeln entschließen.“

Das Thema Fahrverbot für Diesel hat sich nicht in Luft aufgelöst

Zwar beruhigen Vertreter der Großen Koalition regelmäßig die Autofahrer in der Öffentlichkeit. Fahrverbote könne man vermeiden, heißt es. Doch ob diese Vogel-Strauß-Taktik funktioniert, ist mehr als fraglich. Zuletzt hatte die DUH das Fahrverbote-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig erwirkt. Auch nach der Entscheidung haben viele Städte nur wenig zur Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte getan. Doch nur weil die Behörden den Kopf in den Sand stecken, hat sich das Thema Fahrverbote nicht in Luft aufgelöst. Insgesamt klagt die DUH nun in 28 Städten wegen der zu hohen Belastung der Luft mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid (NO2). Diesel-Fahrverbote werden ab April in Hamburg kommen, danach rechnet man ab Herbst 2018 mit Aussperrungen der schmutzigen Diesel in vielen weiteren Städten in Deutschland. Besonders dramatisch ist die Lage in Stuttgart.

Dieselfahrer fürchten den Wertverlust

Für Dieselfahrer ist das ein Thema, weil die Einhaltung der Grenzwerte laut DUH nur durch eine rasche Umsetzung von Maßnahmen wie dem Fahrverbot für Diesel möglich ist. In diesem Fall befürchten 58,4% der befragten Dieselbesitzer , dass sie im Falle eines Falles Freunde und Verwandte nicht mehr besuchen könnten. 44,3% der Befragten könnten nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren könnten, 40,9% ihren Arzt oder ihr Krankenhaus nicht mehr erreichen. 28,9% der Dieselbesitzer erklären, dass sie mindestens eine wichtige Behörde nicht mehr aufsuchen könnten.Das ergab Befragung von 6.600 myRight-Kunden.

Die Angst vor Fahrverboten ist zudem eine Ursache für den massiven Wertverlust von Dieselfahrzeugen. Sechs von sieben Dieselbesitzern (86,1%) gehen davon aus, dass ein Fahrverbot ihr Fahrzeug quasi wertlos macht.

Die Antwort: VW verklagen für den Schadenersatz

Die Betroffenen müssen sich aber mit den Folgen eines Fahrverbots, de. Wertverlust und anderen Auswirkungen des Abgasskandals nicht abfinden. Zwar suggeriert der VW-Konzern nach wie vor, dass es keinen Rechtsanspruch für die Kunden in Deutschland gibt. Allerdings haben Dieselbesitzer, die vor Gericht ziehen, beste Chancen, ihr Geld zurückzuerhalten und den Betrugsdiesel zurückzugeben.

Für VW-Kunden mit Rechtsschutzversicherung bietet myRight dafür Einzelverfahren gegen VW an. Wer über keine Rechtsschutzversicherung verfügt, kann sich bei myRight der neuen VW-Sammelklage anschließen. Bei dieser Form der Klage fallen keine Anwalts- oder Gerichtsgebühren für die Kläger an. So oder so können Sie also Ihre Ansprüche ohne Kostenrisiko vor Gericht bringen.

Bild: © Riko Best – stock.adobe.com
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