Dieselgipfel: Das Kostenrisiko liegt weiter bei den Opfern des Abgasskandals

Auch beim dritten Diesel-Gipfel innerhalb von nur drei Monaten lässt die Bundesregierung die Autokäufer im Stich und schont die Autokonzerne zu Lasten der Betrogenen.

Eine Milliarde Euro sollen die Kommunen bekommen, um die Luft in den Städten abgasfreier zu machen. Das heißt: Während VW prächtig verdient, muss der Steuerzahler für Folgen des Abgasskandals zahlen. Und wenn er das Pech hatte, VW zu vertrauen und ein Auto zu kaufen, das vom Abgasskandal betroffen ist, muss er sogar zweimal zahlen.

Denn weiterhin werden VW-Kunden mit ihren Problemen allein gelassen. Die Autoindustrie wird nicht in die Pflicht genommen, die Millionen schmutzigen Diesel-Pkw technisch nachzurüsten. Kosten durch einen höheren Spritverbrauch oder Motorprobleme nach den Software-Updates bleiben Privatsache.

Schlimmer noch: Ob und wie die Betroffenen des Abgasskandals überhaupt in Zukunft ihre Autos nutzen können, ist unklar. Denn Diesel-Fahrverbote sind mit den Gipfelergebnissen wahrscheinlicher geworden. Schlechte Nachrichten für die Betroffenen des Abgasskandals kommen zum Beispiel aus Nordrhein-Westfalen: Die Bezirksregierung der Landeshauptstadt hält Fahrverbote in Düsseldorf für fast unumgänglich.

Dabei wird es nicht bleiben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt bereits in 16 Fällen vor Gericht, um die Kommunen dazu zu zwingen, die Grenzwerte für Stickstoffoxid (NO2) einzuhalten. Und sie hat angekündigt, gegen 45 weitere Städte entsprechende Verfahren einzuleiten. In Düsseldorf, München und Stuttgart haben Gerichte konkrete Diesel-Fahrverbote ab 2018 als wirksame Maßnahmen angeraten, damit die Städte Luftqualitätsgrenzwerte einhalten können. Die Kommunen werden also in vielen Fällen gezwungen sein, den Betroffenen des Abgasskandals (und anderen Dieselfahrern) die Rote Karte zu zeigen.

Was tut man also, wenn die Politik es zulässt, dass ein Auto ohne Folgen für den Hersteller wertlos wird? Wir bei myRight sind uns sicher, dass es sich lohnt, sich zu wehren. VW muss die Fahrzeuge zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten. Und da VW das nicht freiwillig tut, ziehen wir für Sie vor Gericht.

Wenn Sie sich rechtzeitig absichern wollen, ist eine Sammelklage mit Hilfe von myRight der optimale Weg. Denn egal, wie die Ergebnisse von Veranstaltungen, wie den Dieselgipfeln aussehen: VW wird langfristig nicht mit dem Versuch durchkommen, die Kosten auf die Kunden abzuwälzen. Wir gehen davon aus, dass die Gerichte letztendlich entscheiden werden, dass ein Hersteller sich schadenersatzpflichtig macht, wenn er nicht vorschriftsmäßige Fahrzeuge auf dem Markt bringt und seine Kunden täuscht.

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