Deutschlands erstes Fahrverbot ist ein Grund mehr für VW-Schadensersatz

In Hamburg-Altona wird seit heute Verkehrsgeschichte geschrieben. Deutschlands erstes Fahrverbot gilt seit Mitternacht und betrifft zwei Straßenabschnitte im Bezirk. Betroffen sind ältere Dieselfahrzeuge, die nicht die aktuelle Euro-Norm 6 erfüllen. Durch die Maßnahme will die Stadt die Stickoxidbelastung senken. In den Straße Max-Brauer-Allee und Stresemannstraße stehen Luftmessstationen, die vor dem nun eingetretenen Fahrverbot regelmäßig Grenzwertüberschreitungen gemessen hatten.

Viel an der Maßnahme erinnert an blinden Aktionismus vor. Weil viele Dieselfahrzeuge nun Umwege fahren müssen, wird die Luft in der Stadt nicht sauberer. Das Dieselverbot wird zudem schwer zu überprüfen sein, und es gibt etliche Ausnahmen zum Beispiel für Anwohner oder Handwerker.

Diesem Fahrverbot werden weitere Folgen

Deutschlands erstes Fahrverbot ist dennoch ein wichtiger Meilenstein: Das erste Mal ist eine Behörde trotz allem politischen Auto-Protektionismus nicht mehr um dieses Maßnahme herum gekommen. Und das Mini-Fahrverbot wird nicht das einzige in Deutschland bleiben. Die Klage der EU sowie weitere zu erwartende Klagen von Umweltverbänden wie der DUH werden dafür sorgen, dass auch anderswo Diesel ausgesperrt werden.

Auch in Hamburg selbst wird es sehr wahrscheinlich nicht bei dem Dieselverbot für nur zwei Straßen bleiben. Auch hier werden sich Gerichte nicht von der Ergebniskosmetik täuschen lassen, die der Hamburger Senat mit Blick auf die Messstationen betreiben will.

Für Dieselbesitzer heißt dies: Die Unsicherheit geht weiter. Erstmals ist nun ein Fahrverbot umgesetzt worden. Aus einer möglichen Einschränkung für Dieselfahrer ist ein tatsächliches Mobilitätsproblem geworden. Besonders bitter ist es für viele VW-Dieselkunden, die geglaubt haben, dass Ihnen der Konzern ein sauberes EURO-5-Fahrzeug verkauft – und denen nun die Durchfahrt verweigert wird.

Betroffene können VW verklagen

Die gute Nachricht für Betroffene des VW-Abgasskandals ist, dass sich niemand mit dem Fahrverbot und anderen Auswirkungen des VW-Betrugs abfinden muss. Deutschlands erstes Fahrverbot ist ein Grund mehr für VW-Schadensersatz. Den gibt es aber nur vor gericht, da VW sich weiterhin weigert, freiwillig Ansprüche von Kunden zu erfüllen. Daher zwingen den Konzern mit unseren Klagen, Ihr Fahrzeug zurückzunehmen und Ihnen den Kaufpreis zu erstatten. Wer gegen VW vor Gericht zieht, hat beste Chancen, sein Geld zurückzuerhalten und den Betrugsdiesel zurückzugeben. Mit Hilfe von myRight.de können Sie die entsprechenden Verfahren führen.

Für VW-Kunden mit Rechtsschutzversicherung bieten wir Einzelverfahren gegen VW an. Wer über keine Rechtsschutzversicherung verfügt, kann sich unserer Sammelklage anschließen. Bei dieser Form der Klage fallen keine Anwalts- oder Gerichtsgebühren für die Kläger an.

So oder so gilt – sie können Ihre Ansprüche ohne Kostenrisiko vor Gericht bringen. Das gilt auch, wenn Sie das Fahrzeug verkauft haben oder verkaufen wollen. Wenn Sie Ihre Ansprüche angemeldet haben, können einem möglichen Wertverlust Ihres Fahrzeugs dementsprechend gelassen entgegen sehen. Auto zurück – Geld zurück: So sieht eine wirklich faire Lösung angesichts der drastischen Folgen des Abgasskandals aus.

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