Abgasskandal: Bis 31.12.2017 den Kaufpreis von VW zurückfordern

Wer als Volkswagen-Kunde vom Abgasskandal betroffen ist, sollte nicht mehr warten, um seine Ansprüche geltend zu machen. Am 31.12. endet der freiwillige Verjährungsverzicht von VW. Das bedeutet, dass sich VW ab 2018 in dieser Sache ausdrücklich auf die Verjährung von Ansprüchen berufen wird. Der Konzern hat angekündigt, diese Regelung nicht zu verlängern, auch wenn das Verbraucherschützer fordern.

Vor Gericht werden es Kläger ab 2018 daher schwerer haben, Ansprüche im Abgasskandal gegen VW durchzusetzen. Verbraucheranwälte raten deshalb den Betroffenen, noch 2017 ihre Rechte geltend zu machen. Das gilt für alle Ansprüche von Autobesitzern gegen den VW-Konzern, betrifft also die Marken VW, Audi, Seat, Skoda und Porsche.

Sinnvoll ist es, die Ansprüche auch dann anzumelden, wenn an den betroffenen Fahrzeugen noch keine Probleme zu erkennen sind. Ein bislang von vielen Autobesitzern unterschätzter Risikofaktor sind die drohenden Fahrverbote in 2018. Nach Urteilen unter anderem in Düsseldorf, Stuttgart und München müssen die Behörden in den Innenstädten unbedingt die Stickoxidbelastung senken. Die manipulierten Diesel dürfen dann nicht mehr dort fahren.

Noch ist auch unklar, wie sich das Software-Update von VW in den betroffenen Fahrzeugen auf die Motoren auswirken wird. Garantien gibt der Konzern keine. myRight hat mehr als 3.200 Kunden nach den Folgen des Software-Updates befragt: Zwei Drittel beklagen nach dem Update einen höheren Spritverbrauch. 29 Prozent geben an, dass das Auto ruckelt. 22 Prozent bemerken ein geringeres Drehmoment, knapp 14 Prozent erwähnen Probleme mit dem Abgasrückführungsventil.

Ein Risikofaktor ist auch der Wertverlust des Fahrzeugs, der gleichermaßen Käufer und Leasingnehmer trifft. Außerdem warnt die Stiftung Warentest, dass die Zulassung für ein Auto, das von Anfang an nicht der Typgenehmigung entspricht, nicht wirksam sein kann. Möglich ist also, dass allen betroffenen Fahrzeugen die Stilllegung droht.

Durch diese Entwicklungen ist im Abgasskandal das eigene Fahrzeug zum finanziellen Risikofaktor geworden. Um sich dagegen abzusichern, müssen die Kunden VW rechtzeitig vor Gericht bringen, und den Kaufpreis ihres Fahrzeugs zurückverlangen. 140 Mal haben Gerichte bereits bei Klagen zum Abgasskandal ein Rückgaberecht des Käufers bejaht. Viele Betroffene scheuen sich aber wegen des Kostenrisikos, ihren Anwalt einzuschalten.

Eine risikoarme Alternative, um sich gegen die Folgen des Abgasskandals abzusichern, ist die myRight-Sammelklage. 35.000 Autokäufer nutzen sie bislang, um den Kaufpreis ihres Fahrzeugs von VW zurückzuverlangen. Das Kostenrisiko trägt dabei myRight. Anders als beim Anwalt fällt hier nur im Erfolgsfall eine Provision an. Sonst übernimmt myRight alle Kosten. „Teilnehmer bekommen die Chance auf Schaden¬ersatz ohne Risiko“ urteilt die Stiftung Warentest über die myRight-Sammelklage. An ihr teilzunehmen, um sich rechtzeitig abzusichern, ist zwischen den Jahren problemlos möglich. Die Anmeldung auf der Webseite myRight.de dauert nur fünf Minuten.

Kommentar schreiben  

Schreiben Sie einen Kommentar:

Kommentare:

Waltraut G.
30. Dezember 2017 um 15:13 Uhr

Skoda Rapid Spaceback Style Max 1,4 TDI DSG 66 kW Kaufdatum 13.06.16 Fahrgestellnummer-TMBEF6NH5G4549038 Ist dieser Wagen auch von Dieselskandal betroffen ,dann möchte ich mich der Sammelklage anschließen.